Verbotenes Futter für Kaninchen

Ungeeignetes Gemüse und Obst: Gemüse ist Hauptbestandteil einer gesunden Ernährung für Kaninchen. Obst ist eine leckere Abwechslung, die in Maßen genossen ebenfalls die Gesundheit der Tiere fördert. Leider gelten diese beiden Grundsätze allerdings nicht für alle Gemüse- und Obstsorten. Vor allem exotische Früchte und Steinobstsorten sind mit Vorsicht zu genießen und sollten nicht auf dem Speiseplan von Kaninchen stehen. Sie verursachen häufig Verdauungsprobleme. Beim Gemüse ist vor allem vor Rhabarber, Hülsenfrüchten und Zwiebelpflanzen zu warnen, ohne dass dies bereits eine vollständige Aufzählung aller kritisch zu sehenden Gemüsesorten wäre. Obst und Gemüse, das grundsätzlich für Kaninchen geeignet ist, kann auch durch eine falsche Behandlung für Kaninchen ungenießbar werden. Selbstverständlich darf es nicht gekocht, eingelegt, gewürzt, gezuckert oder auf andere Weise verarbeitet und behandelt sein, wenn es im Fressnapf landen soll. Um fauliges oder verunreinigtes Obst und Gemüse macht man ebenfalls einen großen Bogen.

Getrocknetes Brot: In früheren Jahren haben viele Kaninchenhalter getrocknetes Brot, das sie selbst nicht mehr essen wollten, ihren Tieren angeboten. Man vermutete, dass sich das Nagen an dem harten Gebäck positiv auf die Zähne der Kaninchen auswirken könnte. Diese Vermutung ist aber längst überholt. Wer seinem Kaninchen Brot gibt, gibt ihm auch Gewürze und Zusatzstoffe, die das Tier nicht gut vertragen kann, sowie viel Stärke, welche das Tier unnötigerweise dick macht. Im schlimmsten Fall kann das Brot somit Krankheiten auslösen, sodass es unbedingt vom Speiseplan aller Kaninchen gestrichen werden sollte.

Unnützes aus dem Zoofachhandel: Informationen, warum Fertigfutter aus dem Zoofachhandel in der Regel nicht geeignet ist, um Kaninchen gesund zu ernähren, sind zu finden unter http://www.kaninchen-haltung.com/futter/. Wenn überhaupt kommen hier für manche Kaninchen mit erhöhtem Energiebedarf nur hochwertige Futtermischungen mit kaltgepressten Pellets, getrockneten Blüten, Gemüseteilen, Kräutern, Blättern und ein paar Kernen und Getreidebestandteilen infrage, die zudem keine Zusatzstoffe aufweisen. Komplett Abstand nehmen sollte man allerdings von Knabberstangen, Joghurtdrops, Pelletmischungen mit vielen Kernen, Nüssen und Getreidebestandteilen und diversen Ergänzungsfuttermitteln. Futter dieser Art enthält entweder zu viel Zucker, Stärke, Zusatzstoffe oder Fett oder sogar Nährstoffe, die ein Kaninchen gar nicht in dieser Menge benötigt oder nicht verwerten kann (Beispiel: Milch, zu viele Vitamine, zu viele Minerale etc.).

Vorsicht Gefahr: Sicherlich würde kein verantwortungsbewusster Kaninchenhalter auf die Idee kommen, seinen Tieren freiwillig gefährliche Gegenstände zugänglich zu machen. In jedem Haushalt gibt es aber Kabel, Batterien, Medikamente und andere Dinge, von denen ein hohes Risiko für Kaninchen ausgehen kann. Diese werden zwar von den Tieren selbstverständlich nicht als eigentliche Nahrung angesehen, allerdings mitunter auch gerne angenagt. Umso wichtiger ist es, Dinge dieser Art in der Wohnung nicht achtlos liegen zu lassen. Auch Kindern sollte bei Zeiten erklärt werden, dass Kinderspielsachen und viele andere Gegenstände nichts in einem Kaninchengehege zu suchen haben. Kleinteile könnten verschluckt werden. Werden die Kaninchen im Garten gehalten, ist unter anderem vor allem vor unbedacht stehen gelassenem Pflanzendünger, von Rasenmäherkabeln und scharfkantigem Gartenwerkzeug zu warnen. Von Ersterem geht ein Vergiftungsrisiko aus, während Letztere Verletzungsgefahr entstehen lassen. Am besten geht man also mit offenen Augen durch Haus und Garten und prüft vor einem Freilauf erst einmal, ob alle Gefahrenquellen eliminiert wurden. Der Freilauf findet selbst dann aber natürlich immer nur begleitet statt, um eingreifen zu können, wenn man doch etwas übersehen hat.